Das Wachstumsnarrativ oder das Märchen vom stetigen Wachstum im geschlossenen System

Kann es in geschlossenen Systemen ein stetiges Wachstum geben?
Wenn ja, unter welcher Prämisse und mit welchen KPIs können wir das messen?

Die bisherigen mengenwachstumsorientierten Aktivitäten und die Kennzahlen haben uns in Schwierigkeiten gebracht.
Umweltschäden, soziale Krisen und die offene Schere zwischen Arm und Über-Reich, Unternehmens- und Regierungskrisen.

Vielleicht müssen wir auf eine andere Form von Wachstum wechseln.
Qualitatives Wachstum: gute und lange Lebenszeit, Gesundheit, Sinn.
Ergänzt um gesellschaftliches Wohlergehen und Well Being. Maja Göpel schlägt in ihrem zweiten Buch „Wir können auch anders“ vor, das Bruttoinlandsprodukt über andere Kapitalzahlen abzubilden.
Naturkapital, Humankapital, Sozialkapital statt  nur ökonomisches Kapital. 

Unbezahlte Carearbeit, die zu großen Teilen nur von Frauen geleistet wird, fliesst heute nicht in das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein. Es sei denn dieselbe Arbeit wird als haushaltsnahe Dienstleistung von einer dritten Person erbracht. Göpel erklärt es am Beispiel von Muttermilchstillen – nicht im BIP. Die Produktion von Babymilchpulver ist sehr wohl im BIP enthalten.

Auch unser Ökosystem stellt uns regelmäßig unbezahlte Dienstleistung en zur Verfügung.

Göpel unterscheidet drei Arten von Ökosystemdienstleistungen:
🔋🥔🥕💧🐝Bereitstellung von Material und Energie, die wir als Nahrung, Süsswasser, biochem Chemikalien, Pharmaka oder genetische Ressourcen alltäglich in Anspruch nehmen.
🌫️🌤️Regulierung und Erhaltung der natürlichen Ressourcen, z.B. Klimaregulierung und Wasserreinigung.
🌳🧖 Kulturelle Dienstleistung, dazu gehören z.B.  Erholung, ästhetischer Genuss und spirituelle Erfahrungen.

Es kann nur stetig wachsen, was auch stetig regeneriert wird. Nachhaltigkeit bedeutet möglichst wenig Schaden anzurichten. Das reicht nicht mehr.
Regenerativ produzieren, leben und arbeiten heißt, den Schaden, den ich anrichte, auch wieder zu reparieren und für neue Ressourcen zu sorgen.

Jeder kann bei sich selbst beginnen. Regeneration für ein Individuum bedeutet im Kern, sich selbst wiederherzustellen und zu erneuern.
Das umfasst sowohl körperliche als auch geistige Aspekte.
Körperliche Regeneration:
* Erholung: Ausreichend Schlaf, Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation.
* Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Nährstoffen.
* Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität, um den Körper fit zu halten.
Geistige Regeneration:
* Stressabbau: Aktivitäten, die Spaß machen und den Kopf frei machen.
* Lernen: Neue Dinge lernen, um das Gehirn zu stimulieren.
* Soziale Kontakte: Zeit mit Freunden und Familie verbringen.

Warum ist Regeneration wichtig?
* Gesundheit: Sie stärkt das Immunsystem und beugt Krankheiten vor.
* Leistungsfähigkeit: Sie erhöht die Konzentration und Produktivität.
* Wohlbefinden: Sie verbessert die Stimmung und Lebensqualität.

Was Regeneration bedeutet, ist sehr individuell. Es hängt vom Lebensstil ab. Die Verbindung zur Umwelt findet hier ihren Anschluss. Zeit in der Natur zu verbringen, kann zur Regeneration beitragen. Atmen von Luft ist lebensnotwendig.
Regeneration ist ein kontinuierlicher Prozess. Sie ist nicht etwas, das man einmal macht und dann erledigt ist. Es ist wichtig, regelmäßig Zeit für sich selbst einzuplanen und auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers und Geistes zu hören.

Effectuation Ansatz und DEIB?

Ganz kurz: Der Effectuation Ansatz orientiert sich an den vorhandenen Ressourcen und definiert danach das Ziel und nicht umgekehrt: gemäß dem Ziel werden die Ressourcen beschafft.

Der Effectuation-Ansatz bietet einen spannenden Rahmen, um DEIB (Diversity, Equity, Inclusion, Belonging) regenerativ zu gestalten.

Hier sind einige konkrete Ideen:
1. Mittelorientierte Ansätze:
* Stärken und Ressourcen identifizieren: Anstatt allgemeine DEIB-Programme zu implementieren, können Unternehmen die spezifischen Stärken und Ressourcen innerhalb ihrer Belegschaft nutzen.
* Mitarbeiter*innen-Initiativen fördern: Ermutigen Sie Mitarbeiter*innen, eigene Projekte zur Förderung von DEIB anzustoßen und unterstützen Sie diese mit den vorhandenen Ressourcen.

2. Leistbarer Verlust:
* Experimentelle Projekte: Sehen Sie DEIB-Initiativen als Experimente an, bei denen nicht alles perfekt funktionieren muss.
* Fehler als Lernchancen: Betonen Sie, dass Fehler Teil des Lernprozesses sind und nutzen Sie diese, um zukünftige Maßnahmen zu verbessern.

3. Partnerschaften:
* Externe Zusammenarbeit: Bauen Sie Netzwerke mit anderen Unternehmen, NGOs und Universitäten auf, um gemeinsam an DEIB-Lösungen zu arbeiten.
* Mitarbeiter-Netzwerke fördern: Unterstützen Sie die Gründung von Mitarbeiter-Netzwerken, um eine stärkere Verbindung zwischen verschiedenen Gruppen herzustellen.

4. Umstände und Zufälle nutzen:
* Unvorhergesehene Ereignisse: Nutzen Sie unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. aktuelle gesellschaftliche Debatten, um das Bewusstsein für DEIB zu schärfen.
* Agilität: Seien Sie bereit, Ihre DEIB-Strategie an veränderte Umstände anzupassen.

5. Regenerative Elemente:
* Systemische Veränderungen: Gehen Sie über individuelle Maßnahmen hinaus und arbeiten Sie an der Veränderung der Unternehmenskultur.
* Nachhaltigkeit: Stellen Sie sicher, dass DEIB-Initiativen langfristig angelegt sind und nicht nur kurzfristige Erfolge erzielen.
* Community-Engagement: Engagieren Sie sich in der lokalen Community und fördern Sie Diversität auch außerhalb des Unternehmens.
Beispiele für konkrete Maßnahmen:
* Mentoring-Programme: Verbinden Sie erfahrene Mitarbeiter*innen mit Nachwuchskräften aus unterrepräsentierten Gruppen.
* Unbewusste Voreingenommenheit-Trainings: Sensibilisieren Sie Führungskräfte und Mitarbeiter*innen für ihre eigenen Vorurteile.
* Flexible Arbeitsmodelle: Bieten Sie flexible Arbeitszeiten und -orte an, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.
* Diverse Lieferketten: Achten Sie bei der Auswahl von Lieferanten auf deren DEIB-Praktiken.

Wichtiger Hinweis:
Ein regenerativer Umgang mit DEIB ist ein kontinuierlicher Prozess, der Anpassung und Lernen erfordert.

Quellen:

https://gruenderplattform.de/unternehmen-gruenden/effectuation

Grafik von https://www.effectuation.at/wp-content/uploads/2015/02/Bild1.png

Reden ist Silber, Zuhören ist Gold

Braucht Zuhören Mut?

Gespräche mit meiner Tochter fordern mich regelmäßig heraus. Nicht nur, wenn es um Konfliktgespräche und unsere Beziehung geht, sondern auch wenn es um ihre Bubble geht, ihr Alltagsleben. Oft genug hält sie mir den Spiegel vor und nicht immer zeigt er nur die positiven Seiten. Wir und unsere Beziehung wachsen in diesen Gesprächen.

Bei unseren Gesprächen geht es natürlich nicht nur ums reden. Eine Herausforderung für uns beide ist das Zuhören. Je nach Gemüts- und Energiezustand fällt es uns mal mehr mal weniger schwer der anderen wohlwollend und radikal zuzuhören, um danach wirklich in den Dialog zu gehen bzw. im Dialog zu bleiben.
Es gibt Phasen, in denen

  • eine die andere unterbricht, die andere das aber auffangen kann,
  • wir in einen Strudel des sich gegenseitig Unterbrechens geraten
  • wir zu dem Schluß kommen, das Gespräch später fortzusetzen.

“ Vertrauen fängt mit Zuhören an.“ So Frank Dopheide auf LinkedIn. Derzeit herrschen Misstrauen und Aggressivität in der Gesellschaft. Es fehlt an Verständnis von Kommunikation. Dabei ist Vertrauen doch die Grundlage für eine gemeinsame Zukunft. Gemeinsam heisst auch über die eigene Filterblase hinaus. Das heisst: ich muss meine Bubble verlassen, um neue Perspektiven kennenzulernen, sie zu verstehen und Gemeinsamkeiten herauszufinden. Das funktioniert natürlich am besten übers Zuhören.

Das Bild zeigt ein menschliches Ohr mit verschiedenen ohrsteckern in Gold und Silber
Zuhören ist der Schlüssel. Das Bild wurde von einer KI generiert.

Manchmal braucht es Mut zuzuhören.

Boris Diekmann in seinem LinkedIn Beitrag “ Mutig zuhören Wenn sie mitfühlendes Zuhören üben, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass sie nur mit einem Ziel zuhören, nämlich der anderen Person zu helfen, weniger zu leiden.“

Dieser Prozess des mitfühlenden Zuhörens hat viel Kraft und Energie und darüber hinaus erfordert er Mut. Es ist ein zielgerichtetes Zuhören. Man hört dem anderen zu, um dem anderen zu helfen. Es geht um Akzeptanz selbst bei negativen Äusserungen soll die Haltung mitfühlend bleiben. Dadurch dass ich bewusst zuhöre und selber achtsam (noch nichts) rein gebe, schütze ich mich selbst. Das Zuhören ermöglicht Verbindung und Verständnis.

Wir brauchen diese Fähigkeit und den Willen zuzuhören, um eine intelligentere und das Leben fördernde Kultur kollaborativ aufzubauen.

Dabei kann das auch Angst machen. Gerade das mitfühlende Zuhören kann Angst machen; wenn ich gefordert bin, erstmal nicht zu reagieren, sondern nur aufzunehmen.

Und ist nicht genau das auch Mut? Das Überwinden dieser Angst?

Raus aus meiner eigenen Komfortzone, aus meiner Bubble, heisst aber auch, dass ich ein Risiko eingehe:

– abgelehnt zu werden,

– mich unwohl zu fühlen,

– mich verletzbar zu zeigen und verletzt zu werden,

einfach, weil ich die andere Bubble nicht kenne und sie mich nicht kennt.

Zugleich ist es die große Chance, etwas Neues mit Anderen zusammen zu erarbeiten und kreativ entstehen zu lassen. So entsteht etwas Neues etwas Innovatives.

Wenn alle gleich denken und diese Gefahr besteht ja immer innerhalb einer Bubble, wird immer nur Gleiches wieder reproduziert. Es ist aber nicht neu. Für eine reine Kooperation. Ist das ausreichend. Aber: Wir können mit altem Denken keine neuen Probleme lösen.

Zuhören lässt Gemeinsamkeiten identifizieren.

Zusammenarbeit schafft Gemeinsamkeit und erfordert Vertrauen, um sie wirksam werden zu lassen. Vertrauen braucht Mut und einen Vorschuss auf eine wie auch immer geartete, gemeinsame Zukunft. Gleichzeitig basiert Vertrauen auf den Erfahrungen der Vergangenheit. Vertrauen ist ein Zustand der Unsicherheit und des Unwissens. Daraus kann wiederum Angst entstehen. Auch die Angst selbst nicht gehört zu werden.

Um das zu überwinden, braucht es Mut.

Zuhören fördert Vertrauen, Mut und Zusammenarbeit.

Diesen Goldstandard sollten wir uns nicht nehmen lassen.

2 Jahre oder 101 Impulse für meine Lebensveränderungen

Ich blogge – ab sofort auch auf meinem eigenen Blog. Das ist neu!

Inspiriert vom Buch „101 Essays die Dein Leben verändern werden“ von Brianna Wiest lasse ich meine Gedanken zu den Essays hier und alles, was ich nebenher noch so lerne.

Das sehr bunte Bild zeigt als Draufsicht Hände auf einem Laptop. Der Bildschirm des Laptops hat bunte Blumen. Der umliegende Schreibtisch ist mit vielen unterschiedlichen Themen gestaltet. Kaffee, Malen, basteln, schreiben, lesen, viele Formen und Farben. Ganz bunt. Das Bild soll die unterschiedlichen Interessen der Autorin darstellen.

Das Bild wurde von Copilot erstellt

Meine Interessen sind vielfältig. Ich bin ein Scanner-Typ – immer wieder von Neuem fasziniert, wie bunt die Welt ist, wieviele Bubbles es gibt. Inzwischen auch ohne schlechtes Gewissen, alte Interessen, die ich auch mal faszinierend fand, einfach beiseite zu lassen. Das war ein langer Weg, denn seit jeher habe ich gehört: „Jetzt konzentrier dich doch mal auf eine Sache“, „Jetzt macht sie schon wieder eine neue Baustelle auf!“ Ich war bisher nicht gut darin, Projekte auch abzuschliessen. Fast fertig ist nicht fertig. Meine Kernkompetenz liegt mir im Ideen generieren, Impulse setzen, Dinge an den Start bringen.

Die Umsetzung selbst …. das kann üblicherweise gerne jemand anders für sich claimen.

Impulse sind es auch häufig, die mich leiten, mir ein neues Buch zu kaufen, mich mit neuen Themen zu beschäftigen. Ich verfolge sie inzwischen konsequenter und mache sie zu meinen Zielen. Kombiniere Ideen und Ziele miteinander. Davon möchte ich Euch hier erzählen.

Folgende Hashtags werdet Ihr nach derzeitiger Interessenlage finden:

#SketchNotes #LiberatingStructures #XbyN #3DWelten #Yoga #Balkongarten #Lesen #Farsi #Lernen #Schreiben #Diversity #DigitalCollaboration #MoreThanMyBubble ….to be continued