Menschen sind unterschiedlich und gleichwertig.

Alle Menschen haben trotz ihrer Unterschiede den gleichen Wert und die gleiche Würde.

Trotz aller Unterschiede hat jeder Mensch den gleichen Wert und verdient den gleichen Respekt und die gleiche Anerkennung. Niemand ist aufgrund seiner Identität mehr oder weniger wert.

Dieser Satz ist ein zentraler Wert in vielen sozialen und ethischen Diskussionen und betont die Wichtigkeit von Respekt und Anerkennung für alle Menschen.

Die Welt ist bunt und divers!

Das Bild hat links einen Textbereich, in dem steht: "Die Welt ist bunt und divers! Diversität ist eine Tatsache!Menschen sind unterschiedlich. Dies bezieht sich auf die Anerkennung und Wertschätzung der Unterschiede zwischen Menschen, sei es in Bezug auf ethnische/soziale Herkunft, Geschlecht, Alter, Fähigkeiten, sexuelle Orientierung oder andere Merkmale.

Wie bunt siehst Du die Welt?" und rechts ist ein Bild aus Farbklecksen links startend mit rot, über orange, gelb, grün bis hin zu blau. Wild durcheinander und doch ein wenig sortiert!

Der Satz “Die Welt ist bunt und divers!” bedeutet, dass unsere Welt eine große Vielfalt an Kulturen, Menschen, Meinungen, Lebensweisen und Erfahrungen umfasst. “Bunt” steht hier symbolisch für die verschiedenen Farben und Facetten des Lebens, während “divers” die Vielfalt und Unterschiedlichkeit betont.

Diese Aussage feiert die Unterschiede und die Einzigartigkeit jedes Einzelnen und jeder Gemeinschaft. Sie erinnert uns daran, dass diese Vielfalt eine Stärke ist und dass wir durch das Akzeptieren und Wertschätzen dieser Unterschiede eine reichere und inklusivere Gesellschaft schaffen können.

Vielfalt sowohl in sozialen als auch in beruflichen Kontexten abzubilden, bietet eine Reihe von Vorteilen.
Hier sind einige der wichtigsten:

  1. Innovation und Kreativität: Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen führen zu neuen Ideen und kreativen Lösungen1.
  2. Besseres Problemlösungsverhalten: Teams mit vielfältigen Hintergründen können Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und so effektivere Lösungen finden1.
  3. Erweiterter Talentpool: Eine vielfältige Belegschaft ermöglicht es Unternehmen, aus einem breiteren Spektrum an Fähigkeiten und Talenten zu schöpfen1.
  4. Interkulturelles Verständnis: Der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen fördert das Verständnis und die Zusammenarbeit, was zu einem harmonischeren Arbeitsumfeld führt2.
  5. Attraktivität für Talente: Unternehmen, die Vielfalt fördern, sind oft attraktiver für Spitzenkräfte, da sie ein inklusives und wertschätzendes Arbeitsumfeld bieten2.
  6. Bessere Marktanpassung: Vielfältige Teams können besser auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Kunden eingehen und so neue Märkte erschließen2.

Hast du schon einmal erlebt, wie Vielfalt in deinem Umfeld positive Veränderungen bewirkt hat?
Hast du ein Beispiel, das dir besonders im Kopf bleibt, wenn du an die Vielfalt der Welt denkst?
Wie bunt siehst Du die Welt um Dich herum?

Quellen und weitere Informationen
1 barrazacarlos.com
2 charta-der-vielfalt.de

Das Wachstumsnarrativ oder das Märchen vom stetigen Wachstum im geschlossenen System

Kann es in geschlossenen Systemen ein stetiges Wachstum geben?
Wenn ja, unter welcher Prämisse und mit welchen KPIs können wir das messen?

Die bisherigen mengenwachstumsorientierten Aktivitäten und die Kennzahlen haben uns in Schwierigkeiten gebracht.
Umweltschäden, soziale Krisen und die offene Schere zwischen Arm und Über-Reich, Unternehmens- und Regierungskrisen.

Vielleicht müssen wir auf eine andere Form von Wachstum wechseln.
Qualitatives Wachstum: gute und lange Lebenszeit, Gesundheit, Sinn.
Ergänzt um gesellschaftliches Wohlergehen und Well Being. Maja Göpel schlägt in ihrem zweiten Buch „Wir können auch anders“ vor, das Bruttoinlandsprodukt über andere Kapitalzahlen abzubilden.
Naturkapital, Humankapital, Sozialkapital statt  nur ökonomisches Kapital. 

Unbezahlte Carearbeit, die zu großen Teilen nur von Frauen geleistet wird, fliesst heute nicht in das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein. Es sei denn dieselbe Arbeit wird als haushaltsnahe Dienstleistung von einer dritten Person erbracht. Göpel erklärt es am Beispiel von Muttermilchstillen – nicht im BIP. Die Produktion von Babymilchpulver ist sehr wohl im BIP enthalten.

Auch unser Ökosystem stellt uns regelmäßig unbezahlte Dienstleistung en zur Verfügung.

Göpel unterscheidet drei Arten von Ökosystemdienstleistungen:
🔋🥔🥕💧🐝Bereitstellung von Material und Energie, die wir als Nahrung, Süsswasser, biochem Chemikalien, Pharmaka oder genetische Ressourcen alltäglich in Anspruch nehmen.
🌫️🌤️Regulierung und Erhaltung der natürlichen Ressourcen, z.B. Klimaregulierung und Wasserreinigung.
🌳🧖 Kulturelle Dienstleistung, dazu gehören z.B.  Erholung, ästhetischer Genuss und spirituelle Erfahrungen.

Es kann nur stetig wachsen, was auch stetig regeneriert wird. Nachhaltigkeit bedeutet möglichst wenig Schaden anzurichten. Das reicht nicht mehr.
Regenerativ produzieren, leben und arbeiten heißt, den Schaden, den ich anrichte, auch wieder zu reparieren und für neue Ressourcen zu sorgen.

Jeder kann bei sich selbst beginnen. Regeneration für ein Individuum bedeutet im Kern, sich selbst wiederherzustellen und zu erneuern.
Das umfasst sowohl körperliche als auch geistige Aspekte.
Körperliche Regeneration:
* Erholung: Ausreichend Schlaf, Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation.
* Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit vielen Nährstoffen.
* Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität, um den Körper fit zu halten.
Geistige Regeneration:
* Stressabbau: Aktivitäten, die Spaß machen und den Kopf frei machen.
* Lernen: Neue Dinge lernen, um das Gehirn zu stimulieren.
* Soziale Kontakte: Zeit mit Freunden und Familie verbringen.

Warum ist Regeneration wichtig?
* Gesundheit: Sie stärkt das Immunsystem und beugt Krankheiten vor.
* Leistungsfähigkeit: Sie erhöht die Konzentration und Produktivität.
* Wohlbefinden: Sie verbessert die Stimmung und Lebensqualität.

Was Regeneration bedeutet, ist sehr individuell. Es hängt vom Lebensstil ab. Die Verbindung zur Umwelt findet hier ihren Anschluss. Zeit in der Natur zu verbringen, kann zur Regeneration beitragen. Atmen von Luft ist lebensnotwendig.
Regeneration ist ein kontinuierlicher Prozess. Sie ist nicht etwas, das man einmal macht und dann erledigt ist. Es ist wichtig, regelmäßig Zeit für sich selbst einzuplanen und auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers und Geistes zu hören.

Effectuation Ansatz und DEIB?

Ganz kurz: Der Effectuation Ansatz orientiert sich an den vorhandenen Ressourcen und definiert danach das Ziel und nicht umgekehrt: gemäß dem Ziel werden die Ressourcen beschafft.

Der Effectuation-Ansatz bietet einen spannenden Rahmen, um DEIB (Diversity, Equity, Inclusion, Belonging) regenerativ zu gestalten.

Hier sind einige konkrete Ideen:
1. Mittelorientierte Ansätze:
* Stärken und Ressourcen identifizieren: Anstatt allgemeine DEIB-Programme zu implementieren, können Unternehmen die spezifischen Stärken und Ressourcen innerhalb ihrer Belegschaft nutzen.
* Mitarbeiter*innen-Initiativen fördern: Ermutigen Sie Mitarbeiter*innen, eigene Projekte zur Förderung von DEIB anzustoßen und unterstützen Sie diese mit den vorhandenen Ressourcen.

2. Leistbarer Verlust:
* Experimentelle Projekte: Sehen Sie DEIB-Initiativen als Experimente an, bei denen nicht alles perfekt funktionieren muss.
* Fehler als Lernchancen: Betonen Sie, dass Fehler Teil des Lernprozesses sind und nutzen Sie diese, um zukünftige Maßnahmen zu verbessern.

3. Partnerschaften:
* Externe Zusammenarbeit: Bauen Sie Netzwerke mit anderen Unternehmen, NGOs und Universitäten auf, um gemeinsam an DEIB-Lösungen zu arbeiten.
* Mitarbeiter-Netzwerke fördern: Unterstützen Sie die Gründung von Mitarbeiter-Netzwerken, um eine stärkere Verbindung zwischen verschiedenen Gruppen herzustellen.

4. Umstände und Zufälle nutzen:
* Unvorhergesehene Ereignisse: Nutzen Sie unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. aktuelle gesellschaftliche Debatten, um das Bewusstsein für DEIB zu schärfen.
* Agilität: Seien Sie bereit, Ihre DEIB-Strategie an veränderte Umstände anzupassen.

5. Regenerative Elemente:
* Systemische Veränderungen: Gehen Sie über individuelle Maßnahmen hinaus und arbeiten Sie an der Veränderung der Unternehmenskultur.
* Nachhaltigkeit: Stellen Sie sicher, dass DEIB-Initiativen langfristig angelegt sind und nicht nur kurzfristige Erfolge erzielen.
* Community-Engagement: Engagieren Sie sich in der lokalen Community und fördern Sie Diversität auch außerhalb des Unternehmens.
Beispiele für konkrete Maßnahmen:
* Mentoring-Programme: Verbinden Sie erfahrene Mitarbeiter*innen mit Nachwuchskräften aus unterrepräsentierten Gruppen.
* Unbewusste Voreingenommenheit-Trainings: Sensibilisieren Sie Führungskräfte und Mitarbeiter*innen für ihre eigenen Vorurteile.
* Flexible Arbeitsmodelle: Bieten Sie flexible Arbeitszeiten und -orte an, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.
* Diverse Lieferketten: Achten Sie bei der Auswahl von Lieferanten auf deren DEIB-Praktiken.

Wichtiger Hinweis:
Ein regenerativer Umgang mit DEIB ist ein kontinuierlicher Prozess, der Anpassung und Lernen erfordert.

Quellen:

https://gruenderplattform.de/unternehmen-gruenden/effectuation

Grafik von https://www.effectuation.at/wp-content/uploads/2015/02/Bild1.png

Die Illusion der Gleichheit: Ein Blick auf männliche Privilegien

Meine Vorfahrinnen waren und sind stark. Sie lebten den traditionellen, klassischen Weg und konnten nicht immer so, wie sie vielleicht wollten. Das hat sich nicht immer positiv auf ihre Beziehungen und auf die Familie ausgewirkt. Für mich war schon früh klar, dass ich vieles anders machen möchte.
Und das, obwohl ich in einem Umfeld gross geworden bin, das mich durchaus mit einigen Privilegien ausgestattet hat.

Und ich habe vieles anders gemacht.
👩‍🎓 Ich bin die erste aus meiner Familie, die studiert hat und einen Abschluss an der Universität gemacht hat.
🗺 Die erste, die im Ausland gelebt hat.
👅 Die erste, die verschiedene Sprachen spricht.
💑 Die erste, die ihren Partner nicht im Sauerland gefunden hat.
👶🏼 Die erste, die auch nach der Geburt ihrer Tochter sehr bald wieder Vollzeit erwerbstätig war. ….
Möglichkeiten, Neugierde, Lerneifer, Mut und auch Notwendigkeiten.

Ich habe einiges geschafft, auf das ich stolz sein kann, und doch, und das ist ja das Böse daran, im Vergleich mit anderen, vornehmlich männlichen Kollegen habe ich gedacht: das reicht nicht. Ich bin doch nicht so gut, nicht gut genug.

Die Beitragsbilder sind KI generiert.

Wie kann es sein, dass die so locker flockig vorankommen und ich nicht. Was hindert mich oder was blockiert mich? Warum bin ich nicht so locker? So flockig! Natürlich sind nicht alle so, aber dennoch sehr viele.
Mir war lange nicht bewusst, dass mir einige Privilegien fehlen.

Und dann bin ich in einem Blogpost von Robert Franken „5 Dinge, die Männer verstehen müssen“ über ein Zitat gestolpert:

Markus Theunert hat es auf den Punkt gebracht: „Das Kernprivileg der Männer ist die Illusion, nicht privilegiert zu sein.“ Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf und legt den Finger auf eine tief verwurzelte Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Eine Ungerechtigkeit, die ein locker flockiges Selbstwertgefühl begründet.

Als Feministin kämpfe ich für eine Welt, in der alle Menschen gleiche Chancen haben, unabhängig von ihrem Geschlecht. Doch dieses Ziel scheint oft in weiter Ferne, denn viele Männer sind sich ihres Privilegs nicht bewusst. Sie nehmen die Vorteile, die ihnen aufgrund ihres Geschlechts zuteil werden, als selbstverständlich hin. Locker flockig! Meistens ist es ihnen nicht mal bewusst und genau das ist der Kern. Sie kennen es nicht anders und sie haben sie sich ja auch nicht aktiv erarbeitet.

Was bedeutet männliches Privileg?
Männliches Privileg heißt, dass Männer in unserer Gesellschaft systematisch Vorteile genießen, einfach weil sie Männer sind. Diese Vorteile können sich in vielen Bereichen des Lebens zeigen: im Beruf, in Beziehungen, in der Politik und sogar im Alltag. Männer haben oft bessere Chancen auf Führungspositionen, höhere Gehälter und mehr Anerkennung. Sie werden seltener diskriminiert oder belästigt und haben mehr Freiheiten in ihrer Lebensgestaltung. Sie sind oft körperlich stärker und fürchten sich eben nicht abends allein durch den Park zu gehen.

Es gibt viele Gründe, warum es so schwierig ist, männliche Privilegien anzuerkennen der zu erkennen. Einerseits ist es für viele Männer schwer zu akzeptieren, dass sie von einem System profitieren, das sie nicht aktiv geschaffen haben. Andererseits wird das Thema oft mit Schuldzuweisungen verbunden, was zu defensiven Reaktionen führt.

Die Auswirkungen männlicher Privilegien
Männliche Privilegien haben weitreichende Auswirkungen auf unser aller Leben. Sie tragen dazu bei, dass Frauen weiterhin benachteiligt werden und dass Geschlechterrollen zementiert bleiben. Sie schränken die Möglichkeiten von Männern ein, die sich nicht an traditionelle Geschlechterbilder halten wollen. Und sie verhindern, dass wir eine wirklich gerechte Gesellschaft schaffen.
Was können wir tun?
Es ist wichtig, dass wir alle – Männer und Frauen – uns mit dem Thema männliche Privilegien auseinandersetzen. Wir müssen offen über unsere Erfahrungen sprechen und bereit sein, unsere Perspektiven zu hinterfragen. Männer können dazu beitragen, indem sie sich ihrer Privilegien bewusst werden und sich aktiv dafür einsetzen, Gleichstellung zu fördern. Frauen können Männer dabei unterstützen, indem sie ihnen einen sicheren Raum bieten, um über ihre Gefühle und Ängste zu sprechen.

Ein gemeinsamer Kampf
Der Kampf für Gleichstellung ist ein gemeinsamer Kampf. Nur wenn wir alle zusammenarbeiten, können wir eine Gesellschaft schaffen, in der niemand aufgrund seines Geschlechts benachteiligt wird.

Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, die Illusion der Gleichheit zu durchbrechen und eine wirklich gerechte Welt zu schaffen.

Es ist nicht falsch, Privilegien zu haben und sie zu nutzen, aber es ist falsch, sie nur für sich selbst zu nutzen oder andere zu diskriminieren. Privilegien zu teilen und sie für das Wohl der Gemeinschaft einzusetzen, darum muss es gehen.

Egal, mit welchem Geschlecht du dich identifizierst, bist du dir deiner Privilegien bewusst?
Ich teile unten mit dir zwei Links zu Fragebögen für die Überprüfung der eigenen Privilegien, denn es geht im im ersten Schritt darum, sich selbst zu reflektieren.

Wichtiger Hinweis: Diversity & Intersectionality: andere Dimensionen von Vielfalt, besonders in der Kombination, können dazu führen, dass gerade auch Männer, die nicht die traditionell männliche Rolle einnehmen, weniger privilegiert sind.

Quellen: https://digitaletanzformation.wordpress.com/2024/03/28/5-dinge-die-manner-verstehen-mussen/

Privilegientests – Warnung: bitte gehe achtsam mit Dir um und lies die Einleitung zu den Test sorgfältig durch. Manche Fragen können triggern.
http://portal-intersektionalitaet.de/fileadmin/downloads/Privilegientest_Baer-Hrzan-2005.-nur_vortreten.pdf

https://www.charta-der-vielfalt.de/aktivitaeten/toolbox-antirassismus/awareness-schaffen/reflexionsfragen/fragekatalog/

Reden ist Silber, Zuhören ist Gold

Braucht Zuhören Mut?

Gespräche mit meiner Tochter fordern mich regelmäßig heraus. Nicht nur, wenn es um Konfliktgespräche und unsere Beziehung geht, sondern auch wenn es um ihre Bubble geht, ihr Alltagsleben. Oft genug hält sie mir den Spiegel vor und nicht immer zeigt er nur die positiven Seiten. Wir und unsere Beziehung wachsen in diesen Gesprächen.

Bei unseren Gesprächen geht es natürlich nicht nur ums reden. Eine Herausforderung für uns beide ist das Zuhören. Je nach Gemüts- und Energiezustand fällt es uns mal mehr mal weniger schwer der anderen wohlwollend und radikal zuzuhören, um danach wirklich in den Dialog zu gehen bzw. im Dialog zu bleiben.
Es gibt Phasen, in denen

  • eine die andere unterbricht, die andere das aber auffangen kann,
  • wir in einen Strudel des sich gegenseitig Unterbrechens geraten
  • wir zu dem Schluß kommen, das Gespräch später fortzusetzen.

“ Vertrauen fängt mit Zuhören an.“ So Frank Dopheide auf LinkedIn. Derzeit herrschen Misstrauen und Aggressivität in der Gesellschaft. Es fehlt an Verständnis von Kommunikation. Dabei ist Vertrauen doch die Grundlage für eine gemeinsame Zukunft. Gemeinsam heisst auch über die eigene Filterblase hinaus. Das heisst: ich muss meine Bubble verlassen, um neue Perspektiven kennenzulernen, sie zu verstehen und Gemeinsamkeiten herauszufinden. Das funktioniert natürlich am besten übers Zuhören.

Das Bild zeigt ein menschliches Ohr mit verschiedenen ohrsteckern in Gold und Silber
Zuhören ist der Schlüssel. Das Bild wurde von einer KI generiert.

Manchmal braucht es Mut zuzuhören.

Boris Diekmann in seinem LinkedIn Beitrag “ Mutig zuhören Wenn sie mitfühlendes Zuhören üben, ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass sie nur mit einem Ziel zuhören, nämlich der anderen Person zu helfen, weniger zu leiden.“

Dieser Prozess des mitfühlenden Zuhörens hat viel Kraft und Energie und darüber hinaus erfordert er Mut. Es ist ein zielgerichtetes Zuhören. Man hört dem anderen zu, um dem anderen zu helfen. Es geht um Akzeptanz selbst bei negativen Äusserungen soll die Haltung mitfühlend bleiben. Dadurch dass ich bewusst zuhöre und selber achtsam (noch nichts) rein gebe, schütze ich mich selbst. Das Zuhören ermöglicht Verbindung und Verständnis.

Wir brauchen diese Fähigkeit und den Willen zuzuhören, um eine intelligentere und das Leben fördernde Kultur kollaborativ aufzubauen.

Dabei kann das auch Angst machen. Gerade das mitfühlende Zuhören kann Angst machen; wenn ich gefordert bin, erstmal nicht zu reagieren, sondern nur aufzunehmen.

Und ist nicht genau das auch Mut? Das Überwinden dieser Angst?

Raus aus meiner eigenen Komfortzone, aus meiner Bubble, heisst aber auch, dass ich ein Risiko eingehe:

– abgelehnt zu werden,

– mich unwohl zu fühlen,

– mich verletzbar zu zeigen und verletzt zu werden,

einfach, weil ich die andere Bubble nicht kenne und sie mich nicht kennt.

Zugleich ist es die große Chance, etwas Neues mit Anderen zusammen zu erarbeiten und kreativ entstehen zu lassen. So entsteht etwas Neues etwas Innovatives.

Wenn alle gleich denken und diese Gefahr besteht ja immer innerhalb einer Bubble, wird immer nur Gleiches wieder reproduziert. Es ist aber nicht neu. Für eine reine Kooperation. Ist das ausreichend. Aber: Wir können mit altem Denken keine neuen Probleme lösen.

Zuhören lässt Gemeinsamkeiten identifizieren.

Zusammenarbeit schafft Gemeinsamkeit und erfordert Vertrauen, um sie wirksam werden zu lassen. Vertrauen braucht Mut und einen Vorschuss auf eine wie auch immer geartete, gemeinsame Zukunft. Gleichzeitig basiert Vertrauen auf den Erfahrungen der Vergangenheit. Vertrauen ist ein Zustand der Unsicherheit und des Unwissens. Daraus kann wiederum Angst entstehen. Auch die Angst selbst nicht gehört zu werden.

Um das zu überwinden, braucht es Mut.

Zuhören fördert Vertrauen, Mut und Zusammenarbeit.

Diesen Goldstandard sollten wir uns nicht nehmen lassen.

#einfachmachen und der Zauber des Anfangens

Es geht hier nicht um Hermann Hesse und den Zauber des Anfangs.

Sondern um „The magic you are looking for is in the work you are avoiding.“

Es geht um das Thema, das mir heute in drei verschiedenen Varianten begegnet ist und das so sehr einen Nerv getroffen hat, dass ich mich

5 4 3 2 1 #einfachmachen an diesen Blog gesetzt habe.

Ich gebe zu: Ich habe Verschieberitis. Prokrastination. Immer wieder … mal. Unter Stress mehr, als wenn ich tiefenentspannt bin. Ich muss mich ran halten, mich disziplinieren, denn weil ich ständig so viele Ideen und Gedanken im Kopf habe, plus den normalen Alltagswahnsinn, bin ich häufig unter Stress.
Aber ich funktioniere, … das ist anstrengend und nicht immer tue ich Dinge, die ich wirklich und wahrhaftig tun will.

Nun aber zu den Begegnungen …

In einem persönlichen Gespräch: Irgendwann kommt man an den Punkt, dass der Leidensdruck oder der Wille etwas zu bewirken so groß ist, dass man erkennt, dass einen Nichtstun nicht vorwärts bringt.

In einem Buch (Quelle: Neue Arbeit Neue Kultur von Frithjof Bergmann):
FANG AN!
Es muss nicht sofort „passgenau sein“, du darfst experimentieren,
Möglichkeiten erdenken, ausprobieren, verwerfen, neu denken und lernen.
Du musst nicht direkt fertig werden. Du kannst jederzeit aufhören. Du kannst jederzeit Deine Meinung und Dein Ziel ändern.
Es ist kein jetzt für immer. Fehler und Umwege sind dazu da, um sie zu reparieren und daraus zu lernen.
Die wichtigste Frage bei allem ist immer wieder:
Ist dies etwas, was ich wirklich will?
Egal ob es dabei um Kleidung, Medien, Arbeit, Ziele und menschliche Beziehungen oder sonst was geht.
Und: bringt es mich meinem Ziel näher, meiner Vision, meinem Ikigai. Es ist ein Prozess, der dynamisch ist und immer wieder Justierungen benötigt.

In einem LinkedIn Post von David Blum startend mit
„The magic you are looking for is in the work you are avoiding.“
Er bietet verschiedene Lösungsschritte an, um das Thema anzugehen.
Ich werde sie hier um einige Tipps meinerseits ergänzen.
1. Definiere genau, stelle fest, was Du gerade vermeidest. Sei dabei ehrlich zu Dir selbst und gib zu, dass Du gerade prokrastinierst.
Wenn Du die notwendige Energie hast, gehe im Prozess weiter.
Eventuell unterstützt Dich hierbei bereits eine Kategorisierung nach dem Eisenhower Prinzip, wie wichtig ist die Aktivität oder das Projekt und wie dringend ist sie.
2. Finde heraus, was dahinter steckt. Warum gerade das? Denn vermutlich schaffst Du gerade andere Dinge durchaus. Nur eben nicht diese eine Sache, die Dir aber am Herzen liegt.
Ist es …
– Angst vor der Wirkung, Erfolg, Misserfolg?
– die Komplexität oder Größe?
– innerer Trotz, weil es eigentlich nicht „Deins“ ist?
– fehlt Klarheit?
– oder zweifelst Du an Dir selbst?
3. Mache Dir klar, ob und wozu die Aktivität/das Projekt für Dich relevant ist und entscheide dann, mit welcher (von 2. abhängiger) Strategie Du weiter machst.
Es ist völlig OK, Themen aufzugeben, weil sie nicht mehr zu Deinem Ziel passen.
4. Strategien
Im Falle von Erfolgsangst könntest Du Dich an vergangene Aktivitäten erinnern, z. B. Welche Erleichterung eingetreten ist, wenn die EStE endlich abgeschickt ist.
Wenn es ein Misserfolg war, wie hast Du ihn verarbeitet? Und überhaupt: welche Strategie hast Du damals angewandt?
Das Teilen von großen Projekte in handhabare Stücke macht es leichter.
Suche Dir jemand, der Dich begleitet und Dich sanft antreibt.
Last but not least: Manchmal reicht es schon runterzuzählen und anzufangen.
5 4 3 2 1 #einfachmachen Go

Neurowissenschaftlich betrachtet, aktiviert das Überwinden von Widerständen im Gehirn bestimmte Areale, die mit Belohnung und Motivation zusammenhängen.

Die Arbeit, die wir vermeiden, kann uns letztendlich also ein Gefühl der Erfüllung und Zufriedenheit geben. Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen.

Meine Verantwortung, mein Wohlbefinden, meine Tipps dazu

Manchmal überfordere ich mich selbst. Übernehme Verantwortung, an Stellen, für die ich eigentlich nicht verantwortlich bin. Wie schaffe ich es, angemessen Verantwortung zu übernehmen, mich gleichzeitig nicht zu überfordern und den Fokus auf mein Wohlbefinden zu legen, ohne andere zu vernachlässigen?

Ganz schön viel auf einmal. Geht das überhaupt? Muss man nicht an bestimmten Stellen Abstriche machen? Ist ein klares Nein zu Anderen, nicht gleichzeitig auch ein Ja zu meinen Prioritäten und trägt damit zu meinem Wohlbefinden bei? Oder machen mich dann die Schuldgefühle kaputt? Sollte ich überhaupt Schuldgefühle haben? Nein

Vielleicht helfen diese fünf Tipps den Grat zwischen Abgrenzung, altruistischem Verhalten und self care so gut wie möglich zu gestalten. Für alle Beteiligten.

  1. Wie auch bei der ersten Hilfe gilt: Selbstschutz ist das oberste Gebot. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Wenn es dir nicht gut geht, kannst du anderen nicht helfen. Wie im Flugzeug: wenn du keinen Sauerstoff mehr hast, kannst du anderen nicht helfen, die Sauerstoffmaske aufzusetzen. Das heisst auch, deine Bedürfnisse und dein Wohlbefinden haben die allerhöchste Prio.
  2. Aus Tipp 1 können sehr schnell Schuldgefühle resultieren. Ein NEIN, kann die Erwartungen und Anforderungen von anderen Menschen enttäuschen. Diese Form von Schuldgefühlen hilft aber niemandem. Sie ziehen Energie ohne tatsächlichen Mehrwert. Was helfen kann, ist über ein transparentes Erwartungs- und Anforderungshandling Schuldgefühle von vornherein gar nicht erst aufkommen zu lassen. Natürlich sollst du anderen Menschen helfen, sofern es deine Energie zulässt.
  3. Tipp 3: du kannst nicht alles für alle erledigen. Erkenne, wo deine Stärken sind, fokussiere darauf und setze sie zu deinem und dem Wohl anderer ein und lerne vor allen Dingen, dir helfen zu lassen, bei den Dingen, die eben nicht deine Stärke sind.
  4. Lerne loslassen. Wenn du eine Aufgabe abgegeben hast, wenn du jemand anderen um Hilfe gebeten hast, dann vertraue der anderen Person. Die können das auch.
  5. Last, but not least: Sei empathisch, aber übernehme nicht die Verantwortung für die Gefühle anderer Menschen. Versuche sie zu verstehen und ziehe dann die Grenze. Niemand trägt die Verantwortung für die Gefühle von anderen Menschen. Natürlich sollte man empathisch auf die Bedürfnisse anderer Menschen eingehen, aber was sie fühlen, liegt in ihrer eigenen Bewertung und in ihrer eigenen Verantwortung.

Die Liste ist natürlich nicht vollständig. Jede*r hat wahrscheinlich noch zwei bis drei Tipps in petto.

Was hilft dir am meisten?

Essay 1 – Unbewußte Verhaltensweisen …

Eine 2-Jahres Challenge, die vielleicht auch kürzer wird. Ich nehme die 101 Essays von Brianna Wiest und lasse sie in mein Leben. Und Euch lasse ich mitlesen und teilhaben an meinen Gedanken. Vielleicht inspiriert es Euch ja zum Kauf des Buches. Das Buch war ein purer Impulskauf für mich. Gesehen, kurz angelesen und gekauft.

Vielleicht hilft es ja bei meiner eigenen Lebensveränderung. Es ist ein Experiment. Auch ich frage mich immer wieder, warum ich denn nicht schon das perfekte Leben führe? Oder führe ich es vielleicht doch schon?

Beim Lesen sollen mich folgende Fragen leiten:
1. Welche Fragen leiten sich aus dem Essay für mich ab? Welche Gedanken habe ich beim Lesen?
2. Welche Lernfelder eröffnen sich als Seiteneffekte?
Gerade jetzt zu Beginn ist es auf jeden Fall das Blogschreiben auf meiner eigenen WordPress-Seite. Wundert Euch also nicht, wenn sich gerade layouttechnisch viel bewegt zu Beginn.
3. Ist das schon #ME-Coaching? Interessiert mein Blog auch andere Menschen?
Lasst es mich wissen 😊

#einfachmachen – Das war mein Gedanke bei Nummer 5 der 8 Glaubenssätze, die Brianna Wiest aufzählt.

Beim ersten Essay dreht sich alles um die Idee, daß wir uns unbewußt selber beim glücklich sein (oder werden) sabotieren.
Ich habe, bevor ich das Essay gelesen habe, mit der (neueren) Liberating Structure XbyN versucht, mich dem Titel per se zu nähern.

Drei Fragen hatte ich mir gestellt:
x1 Welche Verhaltensweisen könnten gemeint sein?
x2 Welches Leben wünsche ich mir? –> ABC
x3 Wenn mein Leben ABC schon hat, was ist der nächste Schritt?

Für die Antworten (mindestens N = 3) habe ich mir jeweils 2 Minuten Zeitbox gegeben.

Die 8 Glaubenssätze oder Narrative in meinen Worten mit meinem Verständnis und Kontext (für das Original müßt Ihr Euch das Buch zulegen):

1. Entscheide, was Du willst, tue es, dann bist Du glücklich?
Was will ich denn?

2. Momentaufnahmen und deren Bewertung, ob wir glücklich sind, bin ich schon glücklich?
3. die Bewertung, daß das Glück gut ist und Angst/Schmerz schlecht? Nein. Angst steht für Interesse. Nur Gleichgültigkeit ist schlecht.
4. Kreation eigener Krisen aus Angst vorm Leben ? Sei einfach, wer Du bist.
Aber wer bin ich denn?
5. Erst Mindsetänderung, dann Erfahrung? Experimentiere, sei neugierig, dann ändert sich das Mindset automatisch
#einfachmachen und dann #reflect&learn
6. Probleme sind Hürden? …. oder Wege (aus der Komfortzone)
7. das Vergangene definiert mich? Für immer? – Die Wahrnehmung der Vergangenheit verändert sich mit dir
8. Du versuchst andere zu ändern? Da zeigen sich die Themen, bei denen Du bei Dir selber anfangen kannst.
Was liebe ich an mir? Was lehne ich an mir ab? Das erinnert mich dann auch an Stefanie Stahls Konzept vom inneren Kind – mit den Sonnen- und Schattenseiten

Der ganze Titel für das Essay Nr. 1 heißt im Buch „Unbewusste Verhaltensweisen, die dich daran hindern, das Leben zu führen, das du dir wünscht“ – Quelle der Inspiration: Das Buch 101 Essays die dein Leben verändern werden