Ganz kurz: Der Effectuation Ansatz orientiert sich an den vorhandenen Ressourcen und definiert danach das Ziel und nicht umgekehrt: gemäß dem Ziel werden die Ressourcen beschafft.
Der Effectuation-Ansatz bietet einen spannenden Rahmen, um DEIB (Diversity, Equity, Inclusion, Belonging) regenerativ zu gestalten.
Hier sind einige konkrete Ideen:
1. Mittelorientierte Ansätze:
* Stärken und Ressourcen identifizieren: Anstatt allgemeine DEIB-Programme zu implementieren, können Unternehmen die spezifischen Stärken und Ressourcen innerhalb ihrer Belegschaft nutzen.
* Mitarbeiter*innen-Initiativen fördern: Ermutigen Sie Mitarbeiter*innen, eigene Projekte zur Förderung von DEIB anzustoßen und unterstützen Sie diese mit den vorhandenen Ressourcen.
2. Leistbarer Verlust:
* Experimentelle Projekte: Sehen Sie DEIB-Initiativen als Experimente an, bei denen nicht alles perfekt funktionieren muss.
* Fehler als Lernchancen: Betonen Sie, dass Fehler Teil des Lernprozesses sind und nutzen Sie diese, um zukünftige Maßnahmen zu verbessern.
3. Partnerschaften:
* Externe Zusammenarbeit: Bauen Sie Netzwerke mit anderen Unternehmen, NGOs und Universitäten auf, um gemeinsam an DEIB-Lösungen zu arbeiten.
* Mitarbeiter-Netzwerke fördern: Unterstützen Sie die Gründung von Mitarbeiter-Netzwerken, um eine stärkere Verbindung zwischen verschiedenen Gruppen herzustellen.
4. Umstände und Zufälle nutzen:
* Unvorhergesehene Ereignisse: Nutzen Sie unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. aktuelle gesellschaftliche Debatten, um das Bewusstsein für DEIB zu schärfen.
* Agilität: Seien Sie bereit, Ihre DEIB-Strategie an veränderte Umstände anzupassen.
5. Regenerative Elemente:
* Systemische Veränderungen: Gehen Sie über individuelle Maßnahmen hinaus und arbeiten Sie an der Veränderung der Unternehmenskultur.
* Nachhaltigkeit: Stellen Sie sicher, dass DEIB-Initiativen langfristig angelegt sind und nicht nur kurzfristige Erfolge erzielen.
* Community-Engagement: Engagieren Sie sich in der lokalen Community und fördern Sie Diversität auch außerhalb des Unternehmens.
Beispiele für konkrete Maßnahmen:
* Mentoring-Programme: Verbinden Sie erfahrene Mitarbeiter*innen mit Nachwuchskräften aus unterrepräsentierten Gruppen.
* Unbewusste Voreingenommenheit-Trainings: Sensibilisieren Sie Führungskräfte und Mitarbeiter*innen für ihre eigenen Vorurteile.
* Flexible Arbeitsmodelle: Bieten Sie flexible Arbeitszeiten und -orte an, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern.
* Diverse Lieferketten: Achten Sie bei der Auswahl von Lieferanten auf deren DEIB-Praktiken.
Wichtiger Hinweis:
Ein regenerativer Umgang mit DEIB ist ein kontinuierlicher Prozess, der Anpassung und Lernen erfordert.
Quellen:
https://gruenderplattform.de/unternehmen-gruenden/effectuation
Grafik von https://www.effectuation.at/wp-content/uploads/2015/02/Bild1.png
