#einfachmachen und der Zauber des Anfangens

Es geht hier nicht um Hermann Hesse und den Zauber des Anfangs.

Sondern um „The magic you are looking for is in the work you are avoiding.“

Es geht um das Thema, das mir heute in drei verschiedenen Varianten begegnet ist und das so sehr einen Nerv getroffen hat, dass ich mich

5 4 3 2 1 #einfachmachen an diesen Blog gesetzt habe.

Ich gebe zu: Ich habe Verschieberitis. Prokrastination. Immer wieder … mal. Unter Stress mehr, als wenn ich tiefenentspannt bin. Ich muss mich ran halten, mich disziplinieren, denn weil ich ständig so viele Ideen und Gedanken im Kopf habe, plus den normalen Alltagswahnsinn, bin ich häufig unter Stress.
Aber ich funktioniere, … das ist anstrengend und nicht immer tue ich Dinge, die ich wirklich und wahrhaftig tun will.

Nun aber zu den Begegnungen …

In einem persönlichen Gespräch: Irgendwann kommt man an den Punkt, dass der Leidensdruck oder der Wille etwas zu bewirken so groß ist, dass man erkennt, dass einen Nichtstun nicht vorwärts bringt.

In einem Buch (Quelle: Neue Arbeit Neue Kultur von Frithjof Bergmann):
FANG AN!
Es muss nicht sofort „passgenau sein“, du darfst experimentieren,
Möglichkeiten erdenken, ausprobieren, verwerfen, neu denken und lernen.
Du musst nicht direkt fertig werden. Du kannst jederzeit aufhören. Du kannst jederzeit Deine Meinung und Dein Ziel ändern.
Es ist kein jetzt für immer. Fehler und Umwege sind dazu da, um sie zu reparieren und daraus zu lernen.
Die wichtigste Frage bei allem ist immer wieder:
Ist dies etwas, was ich wirklich will?
Egal ob es dabei um Kleidung, Medien, Arbeit, Ziele und menschliche Beziehungen oder sonst was geht.
Und: bringt es mich meinem Ziel näher, meiner Vision, meinem Ikigai. Es ist ein Prozess, der dynamisch ist und immer wieder Justierungen benötigt.

In einem LinkedIn Post von David Blum startend mit
„The magic you are looking for is in the work you are avoiding.“
Er bietet verschiedene Lösungsschritte an, um das Thema anzugehen.
Ich werde sie hier um einige Tipps meinerseits ergänzen.
1. Definiere genau, stelle fest, was Du gerade vermeidest. Sei dabei ehrlich zu Dir selbst und gib zu, dass Du gerade prokrastinierst.
Wenn Du die notwendige Energie hast, gehe im Prozess weiter.
Eventuell unterstützt Dich hierbei bereits eine Kategorisierung nach dem Eisenhower Prinzip, wie wichtig ist die Aktivität oder das Projekt und wie dringend ist sie.
2. Finde heraus, was dahinter steckt. Warum gerade das? Denn vermutlich schaffst Du gerade andere Dinge durchaus. Nur eben nicht diese eine Sache, die Dir aber am Herzen liegt.
Ist es …
– Angst vor der Wirkung, Erfolg, Misserfolg?
– die Komplexität oder Größe?
– innerer Trotz, weil es eigentlich nicht „Deins“ ist?
– fehlt Klarheit?
– oder zweifelst Du an Dir selbst?
3. Mache Dir klar, ob und wozu die Aktivität/das Projekt für Dich relevant ist und entscheide dann, mit welcher (von 2. abhängiger) Strategie Du weiter machst.
Es ist völlig OK, Themen aufzugeben, weil sie nicht mehr zu Deinem Ziel passen.
4. Strategien
Im Falle von Erfolgsangst könntest Du Dich an vergangene Aktivitäten erinnern, z. B. Welche Erleichterung eingetreten ist, wenn die EStE endlich abgeschickt ist.
Wenn es ein Misserfolg war, wie hast Du ihn verarbeitet? Und überhaupt: welche Strategie hast Du damals angewandt?
Das Teilen von großen Projekte in handhabare Stücke macht es leichter.
Suche Dir jemand, der Dich begleitet und Dich sanft antreibt.
Last but not least: Manchmal reicht es schon runterzuzählen und anzufangen.
5 4 3 2 1 #einfachmachen Go

Neurowissenschaftlich betrachtet, aktiviert das Überwinden von Widerständen im Gehirn bestimmte Areale, die mit Belohnung und Motivation zusammenhängen.

Die Arbeit, die wir vermeiden, kann uns letztendlich also ein Gefühl der Erfüllung und Zufriedenheit geben. Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen.

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