Meine Verantwortung, mein Wohlbefinden, meine Tipps dazu

Manchmal überfordere ich mich selbst. Übernehme Verantwortung, an Stellen, für die ich eigentlich nicht verantwortlich bin. Wie schaffe ich es, angemessen Verantwortung zu übernehmen, mich gleichzeitig nicht zu überfordern und den Fokus auf mein Wohlbefinden zu legen, ohne andere zu vernachlässigen?

Ganz schön viel auf einmal. Geht das überhaupt? Muss man nicht an bestimmten Stellen Abstriche machen? Ist ein klares Nein zu Anderen, nicht gleichzeitig auch ein Ja zu meinen Prioritäten und trägt damit zu meinem Wohlbefinden bei? Oder machen mich dann die Schuldgefühle kaputt? Sollte ich überhaupt Schuldgefühle haben? Nein

Vielleicht helfen diese fünf Tipps den Grat zwischen Abgrenzung, altruistischem Verhalten und self care so gut wie möglich zu gestalten. Für alle Beteiligten.

  1. Wie auch bei der ersten Hilfe gilt: Selbstschutz ist das oberste Gebot. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Wenn es dir nicht gut geht, kannst du anderen nicht helfen. Wie im Flugzeug: wenn du keinen Sauerstoff mehr hast, kannst du anderen nicht helfen, die Sauerstoffmaske aufzusetzen. Das heisst auch, deine Bedürfnisse und dein Wohlbefinden haben die allerhöchste Prio.
  2. Aus Tipp 1 können sehr schnell Schuldgefühle resultieren. Ein NEIN, kann die Erwartungen und Anforderungen von anderen Menschen enttäuschen. Diese Form von Schuldgefühlen hilft aber niemandem. Sie ziehen Energie ohne tatsächlichen Mehrwert. Was helfen kann, ist über ein transparentes Erwartungs- und Anforderungshandling Schuldgefühle von vornherein gar nicht erst aufkommen zu lassen. Natürlich sollst du anderen Menschen helfen, sofern es deine Energie zulässt.
  3. Tipp 3: du kannst nicht alles für alle erledigen. Erkenne, wo deine Stärken sind, fokussiere darauf und setze sie zu deinem und dem Wohl anderer ein und lerne vor allen Dingen, dir helfen zu lassen, bei den Dingen, die eben nicht deine Stärke sind.
  4. Lerne loslassen. Wenn du eine Aufgabe abgegeben hast, wenn du jemand anderen um Hilfe gebeten hast, dann vertraue der anderen Person. Die können das auch.
  5. Last, but not least: Sei empathisch, aber übernehme nicht die Verantwortung für die Gefühle anderer Menschen. Versuche sie zu verstehen und ziehe dann die Grenze. Niemand trägt die Verantwortung für die Gefühle von anderen Menschen. Natürlich sollte man empathisch auf die Bedürfnisse anderer Menschen eingehen, aber was sie fühlen, liegt in ihrer eigenen Bewertung und in ihrer eigenen Verantwortung.

Die Liste ist natürlich nicht vollständig. Jede*r hat wahrscheinlich noch zwei bis drei Tipps in petto.

Was hilft dir am meisten?

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